Besuch bei Muttern
23. Juni 2011
Sie sind die gute Seele im Wrangelkiez. Die Stadtteilmütter begleiten Familien und helfen bei Problemen. Die SPD Südstern hat sie am Donnerstag besucht.
Der rote Schal ist ihr Erkennungszeichen. Die Stadtteilmütter tragen ihn bei Treffen mit Familien, Hausbesuchen oder bei Zusammenkünften. Zurzeit sind 15 Stadtteilmütter im Wrangelkiez unterwegs. „Im April waren es noch 26“, erzählt Projektkoordinatorin Anke Dietrich. Doch da im Sozialbereich Gelder gestrichen wurden, fehlen mittlerweile für mehr die Mittel.
Trotzdem begleiten die Stadtteilmütter rund 40 Familien. Sie helfen bei der Suche nach einem Kitaplatz und leisten manchmal auch Schuldnerberatung – und das in elf Sprachen. Die 15 Frauen im Alter von Mitte zwanzig bis Mitte fünfzig kommen aus der Türkei, dem arabischen Raum, Polen und Deutschland. Seit 2009 sind sie im Wrangelkiez aktiv, an ihrem Standort in der Wilhelmstraße schon ein Jahr länger.
„Unser Angebot ist anonym, kostenlos und absolut freiwillig“, betont Anke Dietrich. „Wir sind keine Beraterinnen, sondern Begleiterinnen – übrigens nie mit erhobenem Zeigefinger.“ Ab Herbst soll die Begleitung ausgebaut werden. Stehen bisher Kinder von 0 bis 6 Jahren im Mittelpunkt, wollen sich die Stadtteilmütter dann auch um Pubertierende kümmern.