„Bedrohung von unten“

22. April 2011

Der Sportplatz in der Körtestraße sieht sich durch einen ganz unsportlichen Gegner herausgefordert. Die Wurzeln der direkt um den Platz gepflanzten Pappeln gefährden die Spielbarkeit des beliebten Sportplatzes. Am 30. März schilderten die Vorsitzenden der Berliner Amateure Mitgliedern des Bezirksamtes und der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) vor Ort die Probleme

Wurzel

Kraftvoll drücken sich die Pappelwurzeln durch den Kunststoffbelag des Bolzplatzes, an einigen Stellen platzen sie hervor und bringen neue Baumtriebe zum Vorschein. Die Spielbarkeit des Platzes ist dadurch erheblich gefährdet. Die Kraft der Wurzeln ist bekannt. So hat man vor einigen Jahren eine 1,60 m tiefe Wurzelsperre in den Boden gesetzt um sie vom Sportplatz fern zu halten. Doch die Wurzeln der Pappeln finden immer neue Wege und treiben auch dann aus, wenn der Baum längst nicht mehr steht.

Der Erhalt der Pappeln würde dazu führen, dass der Sportplatz alle drei bis fünf Jahre erneuert werden müsste um ihn auch weiterhin für den Vereinssport und Turniere gefahrenlos nutzen zu können. Daher führt wohl kein Weg am Fällen der Bäume vorbei. Dennoch sind sich alle Anwesenden einig, dass man auf das grün vor Ort nicht verzichten möchte. „Es gibt Bäume, die sehr tief wurzeln und somit keine Probleme verursachen würden.“ schildert ein Vertreter des Tiefbauamtes.

„Wir müssen ein Gesamtkonzept für den Sportplatz erarbeiten, damit der Platz nicht alle paar Jahre wieder saniert werden muss.", betont Jan Stöß, der sich als Stadtrat für Sport ganz besonders für den Vereinssport im Bezirk einsetzt. Björn Eggert, der in der sportpolitische Sprecher der SPD-Fraktion in der BVV stellt klar: "Unser oberstes Ziel ist der Erhalt des Platzes und seine Nutzbarkeit für Turnierspiele."